Die Chronik des KGV „Goldener Erntekranz“
Viele Aktivitäten direkt nach der Vereinsgründung lassen sich heute leider nicht mehr im Detail nachvollziehen, da in den ersten Jahren noch keine durchgängige Chronik geführt wurde. Fest steht jedoch: Die Erschließung der 77 Parzellen war ein echter Kraftakt, der allen Mitgliedern viel Tatkraft und hohe Investitionen abverlangte. Statteten sich die Lauben in der Gründerzeit oft nur mit einer einzelnen Glühlampe aus, zog der moderne Komfort erst über die Jahrzehnte Schritt für Schritt bei uns ein.
Die Anfänge & der Bau des Vereinsheims (ab 1962)
- 1962: Um den hohen Grundwasserspiegel in einem Teil der Anlage zu senken, wird nachträglich eine umfassende Drainage installiert.
- 1970: Am 1. Mai erfolgt der erste Spatenstich für unser Vereinsheim. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitglieder in unzähligen Gemeinschaftsstunden kann bereits im Herbst desselben Jahres das Erntedankfest in den eigenen Räumen gefeiert werden.
- 1971: Zum 20-jährigen Bestehen des Vereins wird das fertiggestellte Vereinsheim am 1. Mai offiziell eingeweiht. Gelegen an der Peripherie von Hombruch, Barop und Renninghausen sowie direkt am beliebten Wanderweg durch die Bolmke, entwickelt sich das Heim schnell zu einem beliebten Rastpunkt für viele Besucher. Die wenig später angelegte, großzügige Terrasse bietet Gästen seither die Möglichkeit, sich im Freien an der Natur zu erfreuen.
Modernisierung der Infrastruktur (Die 1980er & 1990er Jahre)
- 1981–1983: Die Hauptwasserleitung wird komplett erneuert. Direkt im Anschluss (1983) wird der westliche Hauptweg saniert, gefolgt von der Instandsetzung der Stichwege im Jahr 1984.
- 1984: Eine zusätzliche „Mehrzwecklaube“ wird ohne finanzielle Mehrbelastung der Mitglieder in die Anlage integriert. Sie steht fortan der Vereins- und Vorstandsarbeit zur Verfügung.
- 1986–1987: Der südliche Hauptweg wird erneuert und teilweise aufgepflastert, um den Belastungen durch Lieferanten-LKW standzuhalten. Zeitgleich erhält der Verein im Anlagenwettbewerb „Goldener Spaten“ die hervorragende Auszeichnung „sehr gut“.
- 1987: Ein Meilenstein für die Zugänglichkeit: In Eigenregie wird eine Rampe errichtet, die fortan einen barrierefreien Zugang für Rollstühle und Kinderwagen zum Vereinsheim ermöglicht.
- 1989–1990: Der nördliche und ein Teil des westlichen Hauptweges werden modernisiert. Zudem wird der Außenzaun an der Stockumer Straße auf einer Länge von 210 Metern komplett durch eine moderne, witterungsbeständige Metallgitterausführung ersetzt.
- 1993: Die Wasserleitungen innerhalb der Anlage werden erneut modernisiert, um die langfristige Versorgung aller Parzellen sicherzustellen. Heute verfügt jeder einzelne Garten über einen eigenen, modernen Strom- und Trinkwasseranschluss mit verbrauchsgenauer Zählerabrechnung.
Ein neues Gesicht für unsere Anlage (Ab 2018)
- 2018–2019: Unsere Vereinsgaststätte erhält eine Frischekur: Das Mobiliar wird erneuert, moderne Fenster ohne störende Vergitterungen werden eingebaut und das umlaufende Terrassengeländer wird durch eine elegante Edelstahlausführung ersetzt.
- 2019: Im Sinne des Natur- und Vogeschutzes wird eine großzügige Wildblumenwiese als wichtiger Lebensraum für Bienen und Insekten angelegt. Auch auf dem Spielplatz tut sich was: Ein neuer Kletterturm mit Rutsche wird instandgesetzt und eine neue Schaukel aufgebaut.
- 2020: Der Weg zum kleinen Tor an der Stockumer Straße wird grundlegend saniert und durch eine saubere Pflasterung barrierefrei gestaltet. Zudem spendet die van-Eupen-Stiftung fünf neue Bäume für die Vereinswiese, und der Spielplatz wird um eine Wippe erweitert.
- 2021–2022: Die Außenzäune werden großflächig erneuert, teilweise unter Verwendung von langlebigen, verrottungsresistenten WPC-Materialien. Zum Gedenken an unser langjähriges und engagiertes Ehrenmitglied Friedel Reichstein wird eine Gedenkbank am Spielplatz mit Blick auf ihren ehemaligen Garten errichtet.
- 2024: Ein neues Festkomitee etabliert sich und belebt das Gemeinschaftsleben erfolgreich mit Trödelmärkten, einem großen Vereinsfest auf der Spielplatzwiese und einer Nikolausfeier für die Kinder.
- 2024–2025: Ein großangelegtes Projekt startet: Die Stromversorgung für die Gärten an der Stockumer Straße sowie an der Westseite der Anlage wird
komplett neu verlegt und zukunftssicher aufgestellt. Zudem verschönern zwei neue Bäume die Wiese neben dem Vereinshaus.
Gemeinschaft, Pflege und Ausblick
Alles, was Sie heute in unserer schönen Anlage sehen, ist das Ergebnis von Gemeinschaftsarbeit. Ob die kontinuierliche Wartung unseres TÜV-geprüften Spielplatzes, die
Pflege der Grünflächen, Heckenschnitte, Vogelschutzmaßnahmen oder die allgemeine Instandhaltung: All diese Aufgaben werden von unseren Kleingärtnern in Eigenleistung erbracht.
Wir sind mit Recht stolz auf das, was wir in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam geschaffen haben. Auch in Zukunft werden wir den „Goldenen Erntekranz“ pflegen, verschönern und an moderne Umweltbedingungen anpassen – damit unsere Anlage auch weiterhin ein Ort bleibt, an den Mitglieder und Besucher immer wieder gerne zurückkehren.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Gartenfreunden, die diesen persönlichen Einsatz einbringen!
